Rückblick auf die Open! 2017

Die Konferenz Open! 2017 am 06. Dezember schlägt den Bogen von wirtschaftlichen Themen zu sozialen Fragen. Die Prognose: Roboter und Künstliche Intelligenz werden den Arbeitsmarkt rasch umkrempeln.

Die Veranstaltung Open! 2017 der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg wirbt für offene Innovation. Mitveranstalter ist die Open Source Business Alliance, eine Interessenvertretung von Unternehmen, deren Geschäftsmodell darauf basiert, dass IT und Daten nicht von einzelnen Unternehmen monopolisiert, sondern geteilt werden.

Das Thema künstliche Intelligenz stand bei der dritten Ausgabe Konferenz im Mittelpunkt – und hier vor allem die Frage, wie intelligente Maschinen unsere Arbeitswelt revolutionieren. Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht, Hauptredner des Events, legte in seinem einleitenden Vortrag die Grundlagen für die Diskussion des gesamten Konferenztags.

Binnen weniger Jahre werde eine Welle der Massenarbeitslosigkeit über das Land schwappen. „Blöde Arbeit wird verschwinden – und das ist gut so.“ Immer mehr Dienstleister vom Busfahrer über den Sachbearbeiter bis hin zum Übersetzer könnten durch Roboter und künstliche Intelligenz ersetzt werden. Wirtschaft, Politik und Gesellschaft müssten sich für gewaltige Erschütterungen wappnen, prognostizierte Precht: „Wir leben im größten gesellschaftlichen Umbruch seit 250 Jahren.“ Bedingungsloses Grundeinkommen, ein neues Steuersystem, das Arbeitnehmer nicht mehr gegenüber Robotern benachteilige sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Datensammler wie Google oder Facebook seien elementare Fragen für das Überleben der Demokratie.

Dirk Helbing, Professor für Computer-Sozialwissenschaft, Zürich, plädierte dafür, die auf offenen Daten beruhende Ökonomie zu fördern.

Peter Ganten von der Open Source Business Alliance plädierte: „Wir brauchen eine Pluralität bei der künstlichen Intelligenz, bei ihren Algorithmen und Technologien.“